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Piraten März 2026,  Teilhabe ohne grenzen,  Zukunft im Salzlandkreis

Solarium Güsten – Auf Kurs Richtung künstliche Karibik

Zwischen Cappuccino, Buch und Sonnenbank: Ein Ort zum Auftanken

Das Solarium im Salzlandkreis öffnet täglich ab 11 Uhr seine Türen und liegt gut erreichbar in Güsten – ein kleiner Zufluchtsort für alle Piraten, die gerade weder Sand, Meer noch Sonne zur Verfügung haben. Für Oliver ist es längst mehr als nur ein Ort zum Bräunen: Zwei Mal pro Woche steuert er das Studio an, manchmal sogar drei Mal, wenn die Woche nach ein bisschen Extra‑Wärme ruft.

Im Studio selbst gibt es alles, was man für eine entspannte Auszeit braucht. Passende Cremes stehen bereit, damit die Haut gepflegt bleibt, und wer es gemütlich mag, gönnt sich einen Cappuccino, bevor es in die Kabine geht. Von Montag bis Freitag ist geöffnet, und wer möchte, kann sich an jedem einzelnen Tag der Woche bräunen – das ganze Jahr über, ohne Pause, ohne Jahreszeitenstress.

Wenn ihr eure Tasche fürs Solarium packt, macht es euch doch gleich ein bisschen schöner: Werft ein Buch hinein, nehmt euch einen kleinen Snack mit oder genießt vor Ort einen Cappuccino. Vielleicht ergibt sich sogar ein nettes Gespräch mit anderen Sonnenhungrigen – schließlich trifft man dort oft Menschen, die genauso gern ein paar Minuten Wärme tanken wie ihr.

Oliver trat an diesem Dienstag wie ein erfahrener Seefahrer durch die automatische Tür des Solariums, als würde er gerade den Heimathafen erreichen. Draußen wehte der typische Salzlandkreis‑Wind, der nie so recht wusste, ob er freundlich oder einfach nur kalt sein wollte. Drinnen dagegen: warme Luft, gedämpftes Licht, der Duft von Kokoscreme und ein leises Summen aus den Kabinen – wie das Brummen eines Schiffes, das nie wirklich stillsteht.

Er kannte den Ort inzwischen so gut, dass er fast blind den Weg zur Rezeption fand. Die Mitarbeiterin nickte ihm zu, als wäre er Teil der Crew. „Wieder auf Sonnenkurs, Kapitän?“, fragte sie mit einem Grinsen. Oliver lachte. „Zwei Mal die Woche, manchmal drei. Du kennst meinen Kursplan.“

Während er wartete, wanderte sein Blick über die Regale: Cremes in allen Farben, glänzende Fläschchen, die versprachen, die Haut zu pflegen wie ein Schatz, den man nicht verlieren will. Und natürlich der Cappuccino, der in diesem Solarium fast so wichtig war wie die Sonnenbänke selbst. Viele kamen nicht nur zum Bräunen, sondern auch zum kurzen Entfliehen – ein paar Minuten Wärme, ein paar Schlucke Milchschaum, ein bisschen Ruhe.

Oliver setzte sich an eine Kommode, zog ein Buch aus seiner Tasche und schlug es auf. Er liebte diese Routine: erst lesen, dann bräunen, dann Cappuccino. Manche würden sagen, das sei übertrieben. Aber für ihn war es ein Ritual, ein kleines Stück Alltag, das sich wie Urlaub anfühlte.

Neben ihm packte eine ältere Dame ihre Tasche aus. „Ich nehme immer ein Buch mit“, sagte sie, ohne aufzusehen. „Sonst wird mir langweilig.“ Oliver nickte. „Oder man unterhält sich einfach ein bisschen“, antwortete er. Sie lächelte. „Ach, Sie sind also einer von den Gesprächigen.“

Die Tür einer Kabine öffnete sich, warmes Licht strömte heraus, und sein Name wurde aufgerufen. Oliver klappte das Buch zu, nahm einen letzten Schluck Cappuccino und stand auf. „Zeit, wieder Sonne zu tanken“, sagte er – und verschwand in die Wärme, die ihn wie ein kleines, künstliches Paradies erwartete.

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